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Philip Fox

KIRA und Bertelsmann veranstalten Podiumsdiskussion

KIRA und Bertelsmann veranstalten Podiumsdiskussion

Am 17. März haben KIRA und die Bertelsmann Stiftung in Berlin eine Podiumsdiskussion zur Frage veranstaltet: Wie kann der öffentliche Sektor in Deutschland technisches KI-Spitzentalent rekrutieren – und was lässt sich dabei vom Vereinigten Königreich lernen?

Dank seines AI Security Institute (AISI) verfügt das Vereinigte Königreich über eine der am besten informierten Regierungen, wenn es um KI und deren strategische Implikationen geht. Für das AISI arbeiten weltweit führende Fachleute, deren technische Arbeit die gesamte britische Regierungsarbeit informiert. Möglich ist das nur durch ein exzellentes Arbeitsumfeld und viel politischen Willen, um bei der Talentgewinnung mit dem Privatsektor konkurrieren zu können.

Braucht es in Deutschland eine ähnliche Institution – und wäre so etwas wie das britische AISI hier überhaupt möglich? Daniel Privitera diskutierte diese Frage mit Prof. Monika Schnitzer (LMU München), Carla Hustedt (Stiftung Mercator) und Konstantin Sietzy (UK AISI).

Zentrale Erkenntnisse:

  • Das Podium war sich einig, dass Deutschland mehr technische KI-Talente in der Regierung braucht. Offene Fragen bestehen hinsichtlich der institutionellen Einbettung, der inhaltlichen Schwerpunkte und des Verhältnisses zum EU AI Office.

  • Das britische AISI war nur durch sein außergewöhnliches Gründungsteam in der Lage, von Beginn an so viele technische Talente zu rekrutieren.

  • Gehälter sind wichtig, aber nicht entscheidend: Technische Talente verdienen im britischen AISI mehr als Beamte. Was wirklich zählt, sind aber die Arbeitsbedingungen: ein exzellentes Team, Publikationsmöglichkeiten und die Chance, tatsächlich etwas zu bewegen, statt 30 % der eigenen Zeit mit Verwaltungsaufgaben zu verbringen.

  • Technisches Talent auf diesem Niveau zu rekrutieren, ist enorm schwierig. Es funktioniert nur, weil das britische AISI von vielen Regeln und Konventionen befreit ist und politische Rückendeckung auf höchster Ebene hat. Rishi Sunak selbst sprach mit potentiellen Teammitgliedern, um sie für das AISI zu gewinnen.

  • Das britische AISI ist mit einem Budget von 100 Millionen Pfund gestartet. Damit sendete die Regierung ein glaubwürdiges Signal an potenzielle Gründungsmitglieder – darunter einige mit internationaler Strahlkraft wie Geoffrey Irving und Jade Leung –, dass die Regierung es ernst meint.

Wir danken dem Team der Bertelsmann Stiftung für die gemeinsame Ausrichtung dieser Veranstaltung.